Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 17. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Werkstattsoftware „Werkstattplaner24“ (nachfolgend „Software“) zwischen
Emre Avci, Werkstattplaner24.de, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 4, 21423 Winsen (Luhe) (nachfolgend „Anbieter“)
und dem Kunden. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB — insbesondere Kfz-Werkstätten und Bürodienstleister, die für Werkstätten arbeiten. Mit der Anmeldung bestätigt der Kunde, die Software für seine gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit zu nutzen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Vertragsschluss
Mit der Anmeldung auf werkstattplaner24.de und der Freischaltung des Zugangs kommt ein unentgeltlicher Vertrag über den Probemonat zustande (§ 4). Den kostenpflichtigen Vertrag schließt der Kunde in der Software unter „Einstellungen → Abo & Rechnungen“ ab; er kommt mit dem Abschluss auf der Bezahlseite zustande.
Der Anbieter kann Anmeldungen ohne Angabe von Gründen ablehnen, etwa bei erkennbar falschen Angaben.
§ 3 Leistungen
Der Anbieter stellt die Software als Online-Dienst (Software as a Service) über das Internet bereit. Sie läuft in gängigen Webbrowsern auf Computer, Tablet und Smartphone; eine Installation ist nicht nötig. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang steht auf der Preisseite. Dazu gehören insbesondere:
- Kalender, Online-Terminbuchung für Endkunden und Terminerinnerungen
- Kunden- und Fahrzeugverwaltung, HU-Termine, Reifenlager
- Aufträge, Statustafel, Zeiterfassung und Mehrkosten-Freigabe durch den Kunden
- Angebote, Rechnungen nach § 14 UStG, E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung), Mahnungen
- Erfassung unbarer Zahlungen (Überweisung, Karte, PayPal), DATEV-Export, Artikel und Lager
- Vorbereitete Kundennachrichten per WhatsApp, SMS und E-Mail
- Fahrzeugschein-Scanner, Browser-Erweiterung für den Teile-Import, Datenimport
- Beliebig viele Mitarbeiter-Zugänge; eingeladene externe Büros ohne Aufpreis
Die Software ist kein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion im Sinne von § 146a AO und der Kassensicherungsverordnung: Sie bietet keine Zahlart „Bar“ und keine Erfassung im Kassenbuch; vor der Umstellung erfasste Kassenbucheinträge bleiben nur lesbar und lassen sich als CSV ausgeben. Barzahlungen zeichnet der Kunde außerhalb der Software in seiner Kasse auf. Ein Kassenmodul mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung ist nicht Vertragsbestandteil; wird es später angeboten, gilt es nur bei gesonderter Vereinbarung.
Der Anbieter entwickelt die Software laufend weiter. Er darf Funktionen ändern oder ersetzen, soweit der vertraglich vorausgesetzte Nutzen dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.
Der KI-Telefonassistent ist ein Zusatzmodul. Er ist nur Vertragsbestandteil, wenn er gesondert vereinbart wird; Preis und Bedingungen werden dann eigens genannt.
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsarbeiten sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (etwa Ausfälle des Internets oder von Diensten Dritter).
§ 4 Probemonat
Neukunden können die Software einen Monat lang kostenlos und mit allen Funktionen nutzen. Dafür sind keine Zahlungsdaten nötig. Der Probemonat endet automatisch; er verlängert sich nicht und geht nicht von selbst in ein kostenpflichtiges Abonnement über.
Nach dem Probemonat wird der Zugang pausiert; die eingegebenen Daten bleiben erhalten. Schließt der Kunde das Abonnement ab, kann er sofort weiterarbeiten. Schließt er es noch während des Probemonats ab, beginnt die Abrechnung erst mit dessen Ende.
§ 5 Preis und Zahlung
Die monatliche Nutzungsgebühr beträgt 99,00 € zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %, also 117,81 €) für den gesamten Betrieb — mit allen Funktionen nach § 3 und beliebig vielen Mitarbeiter-Zugängen. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Der Versand vorbereiteter Nachrichten ist im Preis enthalten; einzelne Nachrichten werden nicht gesondert berechnet.
Die Gebühr wird monatlich im Voraus fällig. Die Zahlung wickelt der Zahlungsdienstleister Stripe ab, wahlweise per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Die Rechnungen stehen im Kundenportal unter „Einstellungen → Abo & Rechnungen“ bereit.
Bleibt eine fällige Zahlung aus, darf der Anbieter den Zugang bis zum Zahlungseingang pausieren; die Daten bleiben erhalten.
Der Anbieter darf den Preis mit einer Ankündigung von mindestens sechs Wochen in Textform zum Beginn eines Abrechnungsmonats anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; darauf weist die Ankündigung hin.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
Das Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit ohne Mindestlaufzeit. Der Kunde kann es jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen — im Kundenportal unter „Einstellungen → Abo & Rechnungen“ oder in Textform (zum Beispiel per E-Mail an Info@werkstattplaner24.de). Bereits gezahlte Monate werden nicht anteilig erstattet.
Der Anbieter kann mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Abrechnungsmonats kündigen. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt; ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei einem Zahlungsverzug von mehr als zwei Monatsgebühren oder einer schwerwiegenden Verletzung von § 8 vor.
§ 7 Daten bei Vertragsende
Der Kunde kann seine Daten während der Vertragslaufzeit jederzeit exportieren — Rechnungen und Angebote als PDF, Kunden, Fahrzeuge und Buchhaltung als CSV sowie den DATEV-Buchungsstapel.
Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden die Daten auf Anfrage zur Verfügung und löscht sie anschließend nach den Regeln des Auftragsverarbeitungsvertrags. Für die gesetzliche Aufbewahrung seiner Rechnungen und Buchungsbelege (etwa nach § 147 AO) ist der Kunde selbst verantwortlich; er exportiert sie deshalb vor Vertragsende.
§ 8 Pflichten des Kunden
- Er hält die Zugangsdaten geheim, vergibt Zugänge nur an eigene Mitarbeiter oder beauftragte Büros und meldet einen Verdacht auf Missbrauch unverzüglich.
- Er nutzt die Software nicht für rechtswidrige Zwecke, lädt keine Schadsoftware hoch und versucht nicht, die Software zu entschlüsseln, zu überlasten oder Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
- Er ist für die Inhalte verantwortlich, die er eingibt und verschickt. Werbliche Nachrichten — etwa eine HU-Erinnerung — schickt er nur mit der erforderlichen Einwilligung des Empfängers.
- Er prüft Belege, Steuersätze und Exporte vor der Verwendung. Die Software unterstützt eine ordnungsgemäße Buchführung, ersetzt aber keine Steuerberatung.
- Ergebnisse von KI-Funktionen (etwa des Fahrzeugschein-Scanners) prüft er vor der Übernahme.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet — also die Daten der Kunden, Fahrzeuge und Mitarbeiter der Werkstatt —, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil dieser AGB und wird mit der Anmeldung vereinbart.
Wie der Anbieter Daten als eigene verantwortliche Stelle verarbeitet (Website, Anmeldung, Abrechnung), beschreibt die Datenschutzerklärung.
§ 10 Gewährleistung und Haftung
Der Anbieter stellt die Software im Wesentlichen mit den beschriebenen Funktionen bereit. Mängel beseitigt er in angemessener Frist, nachdem der Kunde sie gemeldet hat.
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) und dann begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Der Anbieter sichert die Datenbank jede Nacht. Für den Verlust von Daten haftet er bei leichter Fahrlässigkeit nur in Höhe des Aufwands, der zur Wiederherstellung aus diesen Sicherungen und den Exporten des Kunden nötig wäre.
§ 11 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht (etwa neue Funktionen oder eine geänderte Rechtslage). Er teilt die Änderungen mindestens vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie als angenommen; darauf weist die Mitteilung ausdrücklich hin. Widerspricht er, kann jede Seite zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters (Winsen (Luhe)). Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen wirksam.
Kontakt
Werkstattplaner24.de
Emre Avci
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 4
21423 Winsen (Luhe)
E-Mail: Info@werkstattplaner24.de
Telefon: 0170 534 53 50